Nachhaltigkeit in der Finanzbranche

Sustainable Finance

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Sustainable Finance: Nachhaltig investieren, nachhaltig profitieren.

Durch den EU-Aktionsplan Sustainable Finance werden neben der neuen ESG-Offenlegungsverordnung weltweit auch einmalige regulatorische Standards für verschiedene Finanzmarktteilnehmer (wie z.B. Vermögens- und Fondsverwalter, Anlageberater) und deren Produkte im Sinne „ökologisch nachhaltiger“ Investments geschaffen. Dies betrifft nicht nur (fast) alle Akteure des Finanzmarktes, sondern vor allem auch die Realwirtschaft.

Die neuen rechtlichen Vorgaben treten schrittweise ab 2021 in Kraft und erfordern bei den betroffenen Finanzmarktakteuren und deren Produkten Anpassungen insbesondere auf der Ebene der Geschäfts- und Risikostrategie, der Vergütungspolitik,

der Risikomanagementsysteme und des Berichtswesen sowie des Datenmanagements. Parallel wird – spätestens ab Herbst 2022 – bei den Investoren abzufragen sein, ob und in welchem Umfang die Nachhaltigkeit zu den vorrangigen Anlagezielen zählt. Kurz: Nachhaltig investieren gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Im Rahmen unseres 360 Grad-Ansatzes bieten wir Ihnen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung, weitreichenden Branchenkenntnisse und durch die Beratung in interdisziplinären Teams umfassende Lösungen im Bereich Sustainable Finance an, die sowohl die Produkt- als auch die Unternehmensebene erfassen.

Anwendbarkeitszeitpunkte der SFDR

Im Rahmen des EU Aktionsplans Sustainable Finance wurde eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen. Zentral sind dabei vor allem die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR), die Taxonomie-Verordnung sowie die Integration von Nachhaltigkeitspräferenzen in das MiFID II-Regime.

Die SFDR regelt nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten für Finanzprodukte und gilt für nahezu alle Finanzmarkteilnehmer. Zentral ist die Differenzierung der Verordnung nach den drei Säulen

– Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken,
– Wesentliche nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen (principle adverse impacts – PAI) und
– Produktkategorien

Die Verordnung ist weitgehend seit dem 10. März anwendbar. Die genauen Vorgaben in Bezug auf die jeweiligen Offenlegungspflichten, die sog. regulatorischen technischen Standards (RTS), werden aktuell erarbeitet und finden als delegierte Rechtsakte je nach der betroffenen Offenlegungspflicht zu unterschiedlichen Zeitpunkten Anwendung.

In der nachfolgenden Graphik werden die unterschiedlichen Anwendbarkeitszeitpunkte der SFDR mit den Bezügen zur Taxonomie-VO sowie der MiFID II-Regelungen veranschaulicht.

Viele Unternehmen bekennen sich schon lange zu „Nachhaltigkeit“. Allerdings wurde der Begriff bisher unterschiedlich ausgelegt. Jetzt wird es ernst und verbindlich. „Nachhaltigkeit“ muss zukünftig in jedem Einzelfall im Licht der unterschiedlichen regulatorischen Vorgaben eingeordnet werden.

Lisa Watermann, Rechtsanwältin
Lisa Watermann, Rechtsanwältin bei GSK Stockmann

Sustainable Finance Strategie: Wir begleiten Finanzmarktakteure bei ihrem Weg in die Nachhaltigkeit.

Die Regulierung im Bereich Sustainable Finance ist in der Europäischen Union nicht mehr eine Frage des „Ob“, sondern des „Wie“. Sie stellt die Realwirtschaft und Finanzbranche vor große Herausforderungen und bietet gleichzeitig weitreichende Chancen. Denn wer nachhaltig investiert, kann nachhaltig profitieren. Und wer als Finanzmarktteilnehmer über eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie verfügt, wird das potentiell wachsende Anlegerinteresse rechtzeitig bedienen können.

Unser Expertenteam unterstützt und berät Sie zu strategischen, effizienten und nachhaltigen Lösungen zu allen relevanten Anliegen rund um Sustainable Finance, u. a. zu:

  • Entwicklung einer aufsichtskonformen Unternehmensstrategie (v. a. Geschäfts- und Risikostrategie)
  • Erarbeitung eines Umsetzungskonzepts und sinnvollen Maßnahmenkatalogs zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und Transparenzpflichten
  • Auflage eines ESG- / Impact-Fonds
  • Green Bonds und Green Finance
  • ESG-Compliance oder ESG-konformen Real Estate-Projekten
Oliver Glück, Rechtsanwalt bei GSK Stockmann

Durch den EU-Aktionsplan Sustainable Finance hat das Thema Nachhaltigkeit eine neue Dimension erreicht: Es geht nicht mehr nur um politische Ziele, sondern auch um rechtliche Vorgaben. Nachhaltigkeit ist nicht mehr gleich Nachhaltigkeit.

Dr. Oliver Glück, Rechtsanwalt

Ihre Herausforderungen – unsere Lösungen.

Unsere Lösungen rund um Sustainable Finance folgen dem 360°-Ansatz von GSK Stockmann: Investoren, Unternehmen und Finanzmarktteilnehmer erhalten umfassende rechtliche Beratung rund um das Thema Nachhaltigkeit, ganz gleich ob in Deutschland oder mit unserem Luxemburger Team. Strategisch geplant bietet die Integration von Nachhaltigkeitskriterien die Chance, finanzielle Risiken zu begrenzen, die sich aus dem Klimawandel, der Erschöpfung von Ressourcen, der Umweltzerstörung und sozialen Risiken ergeben.

ESG lohnt sich – gerade auch bei Immobilien. Auf Fonds und Bestandshalter, Projektentwickler und Asset Manager kommen strenge Kriterien zur Nachhaltigkeit zu. Wer seine Objekte und seine Verträge schon jetzt darauf ausrichtet, wird die bessere Rendite erzielen. Gern unterstützen wir Sie dabei.

Dr. Christoph Strelczyk, Rechtsanwalt
Dr. Christoph Strelczyk, Rechtsanwalt bei GSK Stockmann

ESG: Die drei Faktoren der Nachhaltigkeit

Der Markt für nachhaltiges Investieren boomt. Das Kürzel ESG – Enviromental, Social and Governance – steht für Grundsätze für nachhaltige Investitionen, die Umweltschutz, Sozialbelange und Grundsätze guter Unternehmensführung berücksichtigen. Sie finden seit 2017 Eingang in die Nachhaltigkeitsberichte börsennotierter Unternehmen, in Zertifizierungen, ESG-Scores und in den Deutschen Nachhaltigkeitsindex.

Rating-Agenturen und unabhängige Experten machen sie für Banken, Fondsgesellschaften oder Investoren überprüfbar. Um die zahlreichen Regulierungsvorschriften zu erfüllen, ist eine gute Beratung unerlässlich.

In der nachfolgenden Graphik werden die unterschiedlichen Anwendbarkeitszeitpunkte der SFDR mit den Bezügen zur Taxonomie-VO sowie der MiFID II-Regelungen veranschaulicht.

Das E in ESG steht für Environmental und Maßnahmen, die den jeweiligen ökologischen Fußabdruck reduzieren. Dazu gehören Strategien zum Klimaschutz, Einsatz erneuerbarer Energien, sparsamer Ressourcenverbrauch und Minimierung von Luft- und Abwasseremissionen. Bei Immobilien wirkt sich zum Beispiel eine optimierte Energieeffizienz oder Verkehrsanbindung wertsteigernd aus. Angesichts des Klimawandels war Ökologie lange Zeit das beherrschende Thema bei der Nachhaltigkeit. Die Corona-Pandemie, der Lockdown und rechtliche Vorgaben wie das „Lieferkettengesetz“ haben Sozialstandards wieder stärker in den Fokus der Anleger und Investoren gerückt.

Das S in ESG steht für Social und den Sozialaspekt der Investition. Bewertet werden Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, angemessene Vergütung, die Gewährung der Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit sowie Nachhaltigkeitsstandards bei Zulieferern, etwa aufgrund des Lieferkettengesetzes. Der Sozialaspekt kann als Ankaufkriterium den Preis oder die Rendite von Spezialimmobilien wie Kitas oder Pflegeimmobilien erhöhen. Umgekehrt können soziale und ethische Faktoren die Produktivität von Unternehmen oder den Wert der Assets senken. Um die daraus resultierenden Risiken zu messen, bedarf es innovativer Risikominderungsinstrumente.

Das G in ESG steht für Governance und bezeichnet alle Maßnahmen guter Unternehmensführung. Hierzu zählen gute Aufsichtsstrukturen, Compliance, Unternehmensethik, Aktionärsrechte und Unternehmenstransparenz, effektives Risikomanagement und die Bekämpfung von Korruption. Sie fließen in die Nachhaltigkeitsberichte und damit in die Unternehmensbewertung ein. Verstöße, wie zum Beispiel Bestechung und Korruption, wirken als ESG-Ausschlusskriterium und können die Aufnahme in ein Investmentportfolio für nachhaltige Anlagen verhindern.

Häufige Fragen zu Sustainable Finance und ESG

Unter Sustainable Finance versteht man im Allgemeinen das Prinzip der nachhaltigen Finanzierung bzw. Nachhaltigkeit im Finanzsystem. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsfaktoren und -erwägungen, insbesondere die sog. ESG-Kriterien in die Entscheidungs- und Investmentprozesse der Finanzmarktakteure einzubeziehen. Nicht zuletzt aufgrund des Pariser Klimaabkommens, der UN Sustainable Development Goals (SDGs) und des EU Aktionsplans Sustainable Finance erlangte Sustainable Finance in den letzten 10 Jahren großen Aufwind in der Wirtschafts- und Finanzbranche.

Der EU Aktionsplan Sustainable Finance wurde 2018 durch die EU Kommission veröffentlicht. Er enthält zehn Maßnahmen, die das europäische Wirtschafts- und Finanzsystem stabiler, krisenresistenter und nachhaltiger machen sollen. Ziel ist es, durch die einzelnen Maßnahmen gezielt Finanzströme in nachhaltige Investments umzulenken. Herzstück der Maßnahmen des Aktionsplans sind die Taxonomie-Verordnung und die Offenlegungs-Verordnung (SFDR). Daneben betrifft der Aktionsplan insbesondere auch die Integration von ESG-Kriterien in die Rechtsakte zur MiFID II-Richtlinie, AIFM-Richtlinie, OGAW-Richtlinie sowie IDD und Solvency II.

Der Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung (SFB) wurde am 06. Juni 2019 durch die Bundesregierung für die Dauer der aktuellen 19. Legislaturperiode eingesetzt. Er stellt ein Expertengremium bestehend aus Praktikern aus der Finanz- und Realwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft dar. Ziel ist es, bestehende Expertise zu bündeln und den Dialog zwischen den relevanten Akteuren zu fördern. Der Sustainable Finance Beirat soll die Sustainable Finance Strategie der Bundesregierung erarbeiten und diese als Expertengremium im nationalen, europäischen und internationalen Kontext unterstützen.

Das Bundeskabinett hat im Mai 2021 die Deutsche Sustainable Finance Strategie beschlossen. Maßgebliches Ziel der Strategie ist es, Deutschland zu einem führenden Sustainable Finance-Standort zu entwickeln. Die Kernpunkte der Strategie sind dabei:

  1. Sustainable Finance europäisch und global zu fördern,
  2. Chancen zu ergreifen, Transformation finanzieren, Nachhaltigkeitswirkung verankern,
  3. Risikomanagement der Finanzindustrie gezielt verbessern und Finanzmarkstabilität gewährleisten,
  4. den Finanzstandort Deutschland stärken und Expertise ausbauen und
  5. den Bund als Vorbild für Sustainable Finance im Finanzsystem zu etablieren.

Die Strategie enthält zur Umsetzung dieser Ziele 26 konkrete Maßnahmen.

Die Offenlegungsverordnung (EU) 2019/2088, auch Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR), regelt die Anforderungen an Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater bei der Offenlegung nachhaltigkeitsbezogener Informationen über das jeweilige Finanzprodukt. Die Offenlegungsverordnung differenziert einerseits hinsichtlich von Offenlegungen auf Unternehmensebene und Produktebene, andererseits zwischen den verschiedenen Medien Website, vorvertragliche Informationen und regelmäßige Berichte. Das Grundkonstrukt der Offenlegungsverordnung bilden dabei die drei wesentlichen Säulen:

  1. Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken,
  2. Wesentliche nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen
  3. Produktkategorien

Im Rahmen der verschiedenen Produktkategorien werden unterschiedlich ausgeprägte Offenlegungspflichten im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien festgelegt; diese betreffen:

  • Nicht nachhaltige Fonds
  • ESG-Strategiefonds (sog. Art. 8-Produkte)
  • Impact-Fonds (sog. Art. 9-Produkte)

Die Offenlegungsverordnung ist Teil des EU Aktionsplan Sustainable Finance und spielt eine zentrale Rolle bei der Transformation des Wirtschafts- und Finanzwesens in der EU hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Die Offenlegungsverordnung betrifft (fast) alle Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater.

Die Richtlinie 2011/61/EU über die Verwalter alternativer Investmentfonds (alternative investment fund managers – AIFM) regelt gemeinsame Anforderungen für die Zulassung und Aufsicht von AIF-Verwaltern. AIF sind Investmentfonds, die nicht in den Anwendungsbereich der OGAW-Richtlinie 2009/65/EG fallen, insbesondere Hedge-Fonds, Private Equity-Fonds und Immobilienfonds. Die AIFM-Richtlinie reguliert lediglich die Verwalter von AIF, nicht jedoch die AIF selbst.

Ein Finanzprodukt ist ESG-konform, wenn es sog. ESG-Kriterien im Rahmen seiner Anlagestrategie berücksichtigt. Dies sind solche in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance. Im Anwendungsbereich der EU Offenlegungsverordnung Nachhaltigkeit (SFDR) hat das Finanzprodukt die Anforderungen der SFDR zu erfüllen, sofern es als ESG-konform gelten soll.

ESG Kriterien beschreiben Kriterien aus den Bereichen Umwelt ( E – environmental), Soziales (S – social) und Unternehmensführung (G – governance).
Beispiele für ESG Kriterien:

  • Umwelt: Klimawandel, Treibhausgasemissionen, Ressourcenerschöpfung, Müll, Verschmutzung
  • Soziales: Arbeitsbedingungen, inkl. Sklaverei, Kinderarbeit; Equal Pay, Diversität
  • Unternehmensführung: Bestechung, Korruption, faire Steuerstrategie, Vergü-tung der Geschäftsführung

Die Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) ist der Nachfolger der MiFID I-Richtlinie 2004/39/EG und ist zusammen mit der dazugehörigen MiFIR-Verordnung (EU) 2014/600 (Markets in Financial Instruments Regulation) mit Wirkung zum 03.01.2018 im deutschen Recht umgesetzt.

MiFID I betrifft vor allem Anforderungen an die Geschäftsführung und Organisation von Wertpapierfirmen, Zulassungsanforderungen für geregelte Märkte, ein aufsichtsrechtliches Meldewesen zur Verhinderung von Marktmissbrauch, Transparenzpflichten im Aktienhandel sowie Regelungen für die Zulassung von Finanzinstrumenten zum Handel.

Die Überarbeitung von MiFID I führte im Jahr 2014 zur Verabschiedung der MiFID II-Richtlinie, welche die Finanzmärkte effizienter und widerstandsfähiger machen sollte und die Voraussetzungen in den Märkten harmonisieren sollte.

Im Zuge von MiFID II/MiFIR wurde der Anwendungsbereich der Richtlinie deutlich erweitert. So wurden insbesondere neue Vor- und Nachhandelstransparenzanforderungen für Nichteigenkapitalinstrumente sowie eine neue Kategorie von Handelsplattformen für Derivate und Anleihen, namentlich die sog. Organised Trading Facilities (OTF), sowie eine Handelspflicht für Aktien an geregelten Marktplätzen eingeführt. Zudem wurden Maßnahmen zur Stärkung des Anlegerschutzes ergriffen und die regulatorische Aufsicht und Kooperation der nationalen Aufsichtsbehörden in Europa gestärkt.

Nach Maßgabe des Aktionsplan Sustainable Finance sollen zukünftig „Nachhaltigkeitspräferenzen“ im Rahmen der Anlageberatung und Portfolioverwaltung integriert werden. Dabei stehen dem Kunden mehrere Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien zur Verfügung:

  1. Der Kunde bestimmt, dass ein Mindestanteil in ökologisch nachhaltige Investitionen i.S.d. Taxonomie-VO angelegt werden soll.
  2. Der Kunde bestimmt, dass Mindestanteil in nachhaltige Investitionen nach der SFDR angelegt werden soll
  3. Die wesentlichen nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen (sog. Principle adverse impacts – PAI) werden berücksichtigt und der (potenzielle) Kunde bestimmt die qualitativen oder quantitativen Elemente, mit denen die Berücksichtigung nachgewiesen wird.

Zudem betrifft die Integration der ESG-Kriterien perspektivisch die Product Governance und den Zielmarktabgleich sowie die Anpassungen der ESMA Suitability und Product Governance Leitlinien.

Die Regelungen sind voraussichtlich ab dem 3. Quartal 2022 anwendbar.

Die EU Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 enthält ein Klassifikationssystem, die sog. Taxonomie, welche die Voraussetzungen statuiert, die ein Finanzprodukt erfüllen muss, um als ökologisch nachhaltig bezeichnet werden zu können. Die Taxonomie-VO stellt dabei keine verpflichtenden Kriterien für Finanzprodukte dar, sondern stellt nur Regelungen für solche Produkte auf, die von den Emittenten z.B. als „nachhaltig“ oder „grün“ bezeichnet werden. Ziel ist dabei vor allem die Vermeidung sog. Greenwashings. Ökologisch nachhaltig ist ein Finanzprodukt nach der Taxonomie-Verordnung, soweit es

  • einen Beitrag zu einem oder mehreren Umweltzielen, welche in der Verordnung festgelegt worden sind, leistet,
  • keines der anderen Umweltziele erheblich beeinträchtigt (sog. Do not significant harm-Prinzip),
  • die in der Verordnung beschriebenen sozialen Mindestgarantien einhält und
  • den von der EU Kommission festgelegten technischen Evaluierungskriterien entspricht.

Die Taxonomie-Verordnung stellt das Herzstück des EU Aktionsplans Sustainable Finance dar.

Aktuelle Meldungen zu Sustainable Finance und ESG

  • Pressespiegel
    14.06.2021

    "Umsetzung der Transparenzvorgaben für Investments ist bis heute ungeklärt"

    Seit dem 10. März 2021 ist die sog. Offenlegungsverordnung (SFDR), die für mehr Transparenz hinsichtlich des Umgangs von Finanzmarktteilnehmern mit Nachhaltigkeitsaspekten sorgen s...

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  • GSK Updates
    07.06.2021

    Energieeffiziente Nichtwohngebäude

    Neue Förderung für energieeffiziente Gebäude ab 01.07.2021: Erstmals nicht rückzahlbare Zuschüsse für Nicht-Wohngebäude möglich.

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  • GSK Updates
    27.04.2021

    Taxonomie-VO – Strengere Anforderungen an Nachhaltigkeit von Immobilien

    ESG stellt weite Teile der Immobilienwirtschaft vom Projektentwickler bis hin zum Asset Manager vor neue Herausforderungen.

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