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08.11.2016

Münchener Restrukturierungsforum 2016: „Schlussverkauf - wo liegt die Zukunft des Einzelhandels?“

„Schlussverkauf – wo liegt die Zukunft des Einzelhandels?“
– diesem hoch aktuellem Thema widmete sich am 26. Oktober 2016 das Münchener Restrukturierungsforum, das in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen feierte. Über 100 Gäste wollten wissen, wie die Zukunft des deutschen Einzelhandels aussieht und wie dieser sich zukünftig aufstellen muss, um u.a. gegen den Onlinehandel zu bestehen. Die Referenten waren sich einig: Der Einkauf muss als Erlebnis gestaltet, on- und offline müssen vernetzt, es muss ein spannender Markenmix vorgehalten sowie Mitarbeiter motiviert und qualifiziert werden. Das Münchener Restrukturierungsforum brachte mit seiner Veranstaltung am 26. Oktober 2016 rund 100 Experten der Sanierungsbranche zusammen. Zu seinem fünfjährigen Bestehen hat sich einmal mehr gezeigt, dass sich das Restrukturierungsforum fest im Münchener Restrukturierungsmarkt etabliert hat.

Dr. iur. Christian Gerloff (Rechtsanwalt und Partner bei Gerloff Liebler Rechtsanwälte) verdeutlichte in seinem Impulsreferat, dass die Krise des stationären Einzelhandels alle Branchen betrifft und alle ein- und dasselbe Problem haben: den Onlinehandel. Mit einer provokanten These sorgte der erfahrene Rechtsanwalt dann für Diskussionsstoff: „Bei der Rettung des stationären Einzelhandels darf es keine heiligen Kühe geben. Auch das Thema Öffnungszeiten sollte angefasst und Sonntagsöffnungszeiten sollten ernsthaft in Betracht gezogen werden“. Jedoch sei er nicht unbedingt für eine Ausweitung der Öffnungszeiten sondern für eine Verlagerung. Ein Thema, bei dem sich die Teilnehmer in der anschließenden Podiumsdiskussion nicht einig waren.
In der Podiumsdiskussion appellierte Carsten Paris (Geschäftsführer und Partner, ICS Partners GmbH) an den stationären Händler. Dieser sollte auf der einen Seite seine Hausaufgaben machen und Themen wie Vertrieb und Logistik in den Griff bekommen. Auf der anderen Seite sollte der Kunde im Fokus stehen und diesem ein Erlebnis geboten werden. Ansgar Obermüller (Abteilungsleiter Group Intensive Care Corporates Süd-Ost bei der Commerzbank AG) zeigte sehr differenziert, was die derzeitige Situation des Einzelhandels betrifft. Es gäbe auf der einen Seite nach wie vor Unternehmen, die erfolgreich sind. Auf der anderen Seite gibt es seiner Meinung nach aber auch die klassischen Verlierer. Das seien aus seiner Sicht Unternehmen, bei denen das Geschäftsmodell nicht auf die Kunden ausgerichtet ist. Weiterhin sah der erfahrene Banker ein großes Problem auf kommunaler Ebene: Viele Städte hätten ihr Gesicht verloren, was für die stationären Händler die Situation verschärfe. Hier sei die Kommunalpolitik gefragt.
Die Podiumsdiskussion vervollständigte Daniel Thomasius (Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei der SportScheck GmbH). Auch er berichtete, dass viele Händler mit dem Frequenzwegfall zu kämpfen hätten. D.h. deutlich weniger Kunden vor allem in die kleineren Städte kämen. Das würden seine Kollegen und er bei ihrer täglichen Arbeit bemerken. Aus eigener Erfahrung berichtete Thomasius zudem davon, dass auch bei SportScheck viel mehr Technik genutzt werde – und so zum Beispiel jeder Mitarbeiter im Geschäft mit einem Tablet versehen wurde.

Die ausführliche Nachbetrachtung zum Münchener Restrukturierungsforum vom 26. Oktober 2016 entnehmen Sie dem beiliegenden Download oder unter www.muenchener-restrukturierungsforum.de.

Das Münchener Restrukturierungsforum ist eine Plattform für Experten der Branche und wird von anchor Rechtsanwälte, Deloitte, GSK Stockmann + Kollegen und hww hermann wienberg wilhelm in München veranstaltet. Es bringt zwei Mal pro Jahr alle an der Sanierung eines Unternehmens Beteiligte zusammen. Hochrangige Gäste stellen aus verschiedenen Blickwinkeln ein aktuelles Thema vor und teilen ihr Expertenwissen mit den Gästen in der Diskussion.
Im Frühjahr 2017 findet die nächste Ausgabe des Münchener Restrukturierungsforums statt.

Ansprechpartner GSK Stockmann + Kollegen:
Andreas Dimmling
Dr. Andreas Bauer