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06.03.2017

GSK Update: Haftung des Steuerberaters im Krisenmandat

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GSK Update: SteuerberaterhaftungPDF, 227 K

Bislang galt für Steuerberater die goldene Regel: „Wer schweigt, macht nichts falsch“. Denn im Rahmen von Dauermandaten sollte der Steuerberater nicht verpflichtet sein, auf Insolvenzantragspflichten hinzuweisen. Dazu hatte der BGH zuletzt noch 2013 entschieden, dass eine Haftung nur eintreten könne, wenn der Steuerberater ausdrücklich mit der Prüfung der Insolvenzreife eines Unternehmens beauftragt sei.


Der BGH führt nun aber aus, dass auch der „Haus- und Hof“-Steuerberater in der allgemeinen Beratung haftet, wenn er bei der Erstellung des Jahresabschlusses oder in der laufenden Beratung feststellt, dass ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag (§ 268 Abs. 3 HGB) entstanden ist und er den Mandanten nicht warnt, dass dies auf einen Insolvenzgrund hindeutet. Ebenso muss nun der Steuerberater seinem Mandanten die Schäden ersetzen, die dadurch entstehen, dass der Unternehmer zu spät einen Insolvenzantrag stellte, wenn hierfür eine mangelhafte Erstellung der Bilanzen ursächlich war. Als Mangel wertet der BGH dabei die fälschliche Annahme, noch nach Fortführungswerten bilanzieren zu können.


Lesen Sie mehr in unserem aktuellen GSK Update, das Ihnen als Download zur Verfügung steht.


Ansprechpartner GSK Stockmann:

Dr. Raoul Kreide
Andreas Dimmling