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03.11.2017

Frankfurter Restrukturierungsforum im Herbst 2017: „Digitalisierung – Chance oder Risiko in der Restrukturierung?“

Digitalisierung ist inzwischen fast zu einem „Modewort“ verkommen.
Aber jede Branche und jeder Lebensbereich ist davon durchzogen. Grund genug, sich beim neunten Frankfurter Restrukturierungsforum mit dem Thema „Digitalisierung – Chance oder Risiko in der Restrukturierung?“ auseinanderzusetzen. Eine wichtige Erkenntnis des Abends: Die Digitalisierung bietet viele Möglichkeiten, die in der Restrukturierung
die Arbeit erleichtern werden, jedoch lässt sich die persönliche Kommunikation bei wichtigen Verhandlungen nicht durch moderne
Medien ersetzen.

Markus Plankemann (Direktor und Projektmanager Digital Business Development, Commerzbank AG) eröffnete das Frankfurter Restrukturierungsforum mit einem Vortrag, in dem er betonte, dass „Digitalisierung kein Trend ist und alles was digitalisiert werden kann, digitalisiert wird. Ganze Geschäftsmodelle ändern sich“. Sein Rat an die Gäste des Frankfurter Restrukturierungsforums: Sich aktiv mit den Themen beschäftigen. Die Technik sei aber nicht der kritische Erfolgsfaktor. Notwendig sei ein „neues Denken“ in Form von Know-how. „Die Qualifikation und Befähigung der eigenen Mitarbeiter ist entscheidend“, so Plankemann. Das gelte sowohl für die Restrukturierungsbranche selbst als auch für die kriselnden Kundenunternehmen.

In der anschließenden Diskussionsrunde – moderiert von Dr. Raoul Kreide (GSK Stockmann) und Eva Ringelspacher (hww Unternehmensberater GmbH) – diskutierten Frank Lembke (Vorstand, STP Informations-technologie AG), Reinhard Voß (Rechtsanwalt, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Andersch AG) und Markus Plankemann weiter über die Digitalisierung im Umfeld der Restrukturierung.

Alle Diskutanten waren sich einig, dass der deutsche Mittelstand völlig anders mit der Digitalisierung umgeht als beispielsweise Start-up-Unternehmen. „Diese brechen einfach die Regeln, die in etablieren Märkten vorhanden sind, und haben keine Scheu, auch in etablierte Geschäftsmodelle einzugreifen. Sie tun Dinge einfach, ohne ewig zu diskutieren, ohne immerfort Risiken abzuwägen oder ohne ein bis ans Ende perfekt entwickeltes Produkt zu haben“, beschrieb Frank Lembke seine Wahrnehmung. Reinhard Voß war überzeugt, dass der Mittelstand in Deutschland bisher nur sehr schwach digitalisiert sei. Im Zuge einer Restrukturierung sei es daher eine entscheidende Aufgabe, auch die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen – im Lichte der Digitalisierung – zu betrachten. Seine Einschränkung: „Wir dürfen dabei aber nicht das Wesentliche aus den Augen verlieren: die Liquidität und die Rentabilität der Unternehmen“.

Die ausführliche Nachbetrachtung zum Frankfurter Restrukturierungs-forum vom 23. Oktober 2017 entnehmen Sie dem beiliegenden Download oder unter www.frankfurter-restrukturierungsforum.de.

Das Frankfurter Restrukturierungs-forum ist eine Plattform für Experten der Branche und wird von Brinkmann & Partner Rechtsanwälte | Steuerberater | Insolvenzverwalter, GSK Stockmann Rechtsanwälte, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und hww hermann wienberg wilhelm veranstaltet. Es bringt zwei Mal pro Jahr alle an der Sanierung eines Unternehmens Beteiligte zusammen. Hochrangige Gäste stellen aus verschiedenen Blickwinkeln ein aktuelles Thema vor und teilen ihr Expertenwissen mit den Gästen in der Diskussion.

Im Frühjahr 2018 findet die nächste Ausgabe des Frankfurter Restrukturierungsforums statt.

Ansprechpartner GSK Stockmann:
Dr. Raoul Kreide